Treffen im Cafe Kumlehn.

11.06.2008 19:16

Erneut waren die Thomaskircher aus der gesamten Bundesrepublik angereist. Ein offizieller Empfang durch Vertreter der Stadt Springe fehlte zwar, doch dafür war das Treffen im Café Kumlehn erneut von schlesischer Gemütlichkeit und Brauchtumspflege geprägt. Alte Heimatlieder erklangen, und zum Kaffee fehlte auch der typische "Streus lakucha" nicht. "Wir wollen die lieb gewordene Tradition auch künftig fortsetzen" gab Organisator Werner Miserre den etwa 60 Teilnehmern mit auf den Heimweg. Nachdem im Vorjahr in Eldagsen einiges schiefgelaufen ist, sprang Miserre in die Bresche undübernahm diesmal die Regie in Springe. Und das, obwohl er nicht aus Thomaskirchen, sondern aus dem benachbarten Eisfeld stammt. Weil aber seine Frau waschechte Thomaskircherin ist, war er regelmäßig mit anwesend, wenn sich die Einwohner der ehemaligen 1200-Seelen-Gemeinde aus der Nähe von Breslau trafen. Der Landkreis Springe wurde nach der Vertreibung 1946 aus der Heimat für zahlreiche Landsleute aus dem kleinen Bauerndörfchen zum neuen Lebensort. Ein erstes Heimatkreistreffen fand schon 1950 im Springer Ratskellersaal statt. Seitdem wird an diesem Brauch festgehalten und in der in der Christ-König-Kirche mit einem Dankgottesdienst gefeiert. In Bennig- sen erinnert sogar eine Straße an Thomaskirchen.

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